Landwirtschaft erlebbar gemacht

18.04.2017

Von: Sven Mohr


Im Rahmen des Saarlouiser Osterferientreffs besuchten fast 40 Teilnehmer_innen aus Saarlouis den Bio-Bauernhof "Marienhof" in Gerlfangen bei Rehlingen-Siersburg. Bei der zweistündigen Hofbesichtigung durften die Besucher auf Tuchfühlung mit den über 300 Tieren gehen und erfuhren mehr über die Abläufe auf dem Hof.



Zum Beginn der Osterferien ging es im Rahmen des Saarlouiser Osterferientreff auf den Marienhof nach Gerlfangen. Bilder: Sven Mohr

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Ganz nah an den Tieren. Alle Tiere des Hofes müssen an den Ohren eine Erkennungsmarke tragen, damit sie auch zurückverfolgt werden können

Bei der fast zweistündigen Führung konnten die Besucher sich ein Bild des großen Bio-Bauernhofes machen, welchen es schon seit 1965 in Gerlfangen gibt

Woher kommt unser Fleisch, die Milch, Eier, Getreide oder Gemüse? Was macht eigentlich einen Bio-Bauernhof aus? Wie sieht es in einem großen Stall überhaupt aus? Zum Beginn der Osterferien gab es auf dem Marienhof in Gerlfangen Antworten auf diese Fragen. Bei dem Bauernhof handelt es sich um einen Familienbetrieb, welcher 1965 gegründet wurde und heute in der zweiten Generation weitergeführt wird. Was zu Anfang mit 15 Hektar Land und sieben Kühen anfing, hat sich im Laufe der Zeit stark vergrößert. Über 50 Jahre später bewirtschaftet die Familie Zenner über 200 Hektar und hat über 300 Tiere. 1992 stellte Bauer Stefan Zenner auf einen ökologischen Landbau um. Seine Tiere bekommen zumeist das zu fressen, was die Familie selbst anpflanzt und erntet. 

 

Auf dem Marienhof gibt eine Milchkuh im Jahr durchschnittlich 7000 Liter. Laut Bauer Zenner könne er die Produktion der fast 100 Milchkühe steigern. Dies wäre einerseits wirtschaftlicher, hätte aber mit biologischen Aspekten nichts mehr zu tun. Eine erhöhte Milchproduktion würde nämlich bedeuten, dass die Kühe keine großen Lauf- und Liegeflächen mehr hätten und der Anteil des Kraftfutters gesteigert werden müsse. 

 

Ob Schwein, Kalb, Kuh oder Rind - alle Tiere auf dem Hof haben entweder auf den Weideflächen oder auch innerhalb der unterschiedlichen Ställe weitläufig Platz. Zusätzlich erklärte Stefan Zenner bei seinem Rundgang, dass Schweine, Kühe und Rinder unterschiedlich auf klimatische Bedingungen reagieren. Schweine benötigen Wärme, wogegen Kühe und Rinder mit der Kälte gut klar kommen. 

 

Am Ende des fast zweistündigen Rundgangs stand für alle großen und kleinen Besucher ein Abstecher im Hofladen an. Unter dem Motto "SELBSTgebackenes aus SELBSTerzeugtem Getreide, SELBSTverständlich Vollkorn" werden in dem kleinen Laden seit 2007 ausschließlich Produkte verkauft, welche auf dem Bauernhof hergestellt werden. Dazu zählen Beispielsweise Backwaren, Getreide, Gemüse, Obst, Fleisch, Eier oder auch Milch. 

 

Diese Aktion fand im Rahmen des Saarlouiser Osterferientreff der Kreisstadt Saarlouis, Abteilung Familie und Soziales, und dem „Rodena Heimatkundeverein Roden e.V." statt. 


 

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