Kunstinstallation „Konsum und Plastik“ vor dem Landratsamt eröffnet

23.10.2018

Von: Landkreis Saarlouis


Im Rahmen des Aktionsjahres „Esskultur und Nachhaltigkeit“ wurde das neue Projekt „Konsum und Plastik“ vor dem Kreisständehaus im Zeitgarten Meilensteine am Landratsamt in Saarlouis feierlich eröffnet. Schüler aus fünf Saarlouiser Kreisschulen: Anne-Frank-Förderschule, Gemeinschaftsschule in den Fliesen, Gymnasium am Stadtgarten, Max-Planck-Gymnasium Saarlouis und das Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis, haben sich im Aktionsjahr zusammen mit der Schulentwicklerin des Landkreises, Natalie Sadik, und ihren Lehrern mit dem Thema Konsum, Plastik und Konsequenzen für das gesamte Ökosystem auseinandergesetzt und die verschiedenen Skulpturen mit weggeworfenem Plastikmüll gestaltet. Die insgesamt 7 Figuren wie Seestern, Wolke, Fisch oder Mensch sollen den Kreislauf unseres Plastikkonsums darstellen. Die Idee zu den verschiedenen Figuren kam von Schulentwicklungsplanerin Natalie Sadik, hergestellt wurden sie von Mitarbeitern aus dem Stahlwerk in Bous.



Schüler vom Max-Planck-Gymnasium Saarlouis zusammen mit Landrat Patrik Lauer, Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot, Schulentwicklungsplanerin Natalie Sadik und Matthias Rauch vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (vlnr). Bild: Yannick Hoen

Plastik wird seit ca. 70 Jahren industriell hergestellt. Bis zum Beispiel eine handelsübliche PET-Flasche in kleine Stücke zerfällt, vergehen bis zu 450 Jahre. Da Plastik nicht biologisch abbaubar ist, verschwindet es nie ganz. Im Jahr 2050 sollen demnach mehr Plastikteile im Meer schwimmen als Fische – eine 

erschreckende Bilanz wie Landrat Patrik Lauer in seiner Begrüßung berichtet. „Wir wollen Vorreiter sein und ein Plastic-Less-Landkreis werden. Junge Menschen sollen möglichst früh durch Aktionen wie diese an einen bewussten Konsum und Plastikvermeidung herangeführt werden“ hat sich Landrat Lauer vorgenommen. 

 

Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot aus dem saarländischen Bildungsministerium kam persönlich vorbei um den teilnehmenden Schülern zu Danken und Mut auszusprechen, um die Dinge weiterhin anzupacken und im Alltag umweltbewusster zu leben. „Dieses Projekt ist zudem ein sehr gutes Beispiel für eine tolle Vernetzung zwischen Schulen, Landkreis und der Industrie“, lobte Streichert-Clivot.

 

Die begehbaren Stationen laden zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Plastikkonsum“ und dessen Folgen für Umwelt und Gesundheit ein. Ziel des Projektes ist es, unseren eigenen Plastikkonsum zu überdenken und schließlich einzuschränken, beispielsweise durch den Verzicht auf bestimmte Einwegplastikartikel oder das Einkaufen in „Unverpackt“-Läden. Der Zeitgarten Meilenstände befindet sich direkt vorm Landratsamt und kann zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

Am Programm „Esskultur und Nachhaltigkeit“ beteiligen sich derzeit 19 Schulen aus dem Landkreis – es läuft noch bis zum März 2019. Für das kommende Jahr sei die Hauptförderung bereits jetzt schon an den Landkreis vergeben, das berichtete Natalie Sadik. Auch diesmal werden Projekte mit 50 000 Euro finanziert. Im 

kommenden Aktionsjahr dreht sich dann alles um das Thema Mobilität. 


 

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