Ausstellung „Da bin ich – Geschichten für Kinder mit Meisterwerken der Kinderbuchillustration von Wilhelm Busch, F. K. Waechter, Volker Kriegel, Philip Waechter u. a. in der Ludwig Galerie Saarlouis

27.04.2018

Von: Monika Kaspar


Vernissage: Sonntag, 06. Mai 2018 um 11 Uhr Dauer der Ausstellung: 06. Mai bis 09. September 2018



F. K. Waechter, Da bin ich, Titel 1997; Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

BILDERGALERIE: Öffnen durch Klick auf ein Bild.

aus: Philip Waechter, Rosi in der Geisterbahn, 2004; Privatbesitz © Philip Waechter

Wilhelm Busch, Max und Moritz, 1964, Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst (Detail)

Wenige Kindergeschichten haben national wie international eine solche Verbreitung gefunden wie jene über die Streiche der Lausbuben Max und Moritz. Die begleitenden Verse sind im deutschen Sprachschatz oft zu festen Redewendungen geworden. Das weithin bekannte Kinderbuch „Max und Moritz“ ist der Ausgangspunkt der Ausstellung „Da bin ich“ – Geschichten für Kinder mit Meisterwerken der Kinderbuchillustration von Wilhelm Busch,
F. K. Waechter, Volker Kriegel, Philip Waechter u. a.
 
Wilhelm Busch (1832- 1908) ist einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Seine satirischen Bildergeschichten, wie „Max und Moritz“, „Die fromme Helene“, „Plisch und Plum“ und „Hans Huckebein, der Unglücksrabe“ haben ihn zu einem Pionier des Comics gemacht. Wilhelm Buschs Bildergeschichten verspotten nicht selten die doppelbödige bürgerliche Moral oder die Selbstzufriedenheit und Frömmelei des Spießbürgers. Dem Werk Wilhelm Buschs als Vorgriff auf den modernen Comic war nach zögerlicherem Beginn ein großer Erfolg beschieden. So ist „Max und Moritz“ weltweit in 281 Sprachen übersetzt worden und fand zahlreiche Nachahmer.

 

Der Mitbegründer des Satiremagazins „Titanic“, Friedrich Karl Waechter (1937-2005), veröffentlicht 1970 mit dem „Anti-Struwwelpeter“ sein erstes Kinderbuch. Es folgen zu Klassikern gewordene Werke wie „Die Kronenklauer“ oder „Wir können noch viel zusammen machen“. 1999 erhält Friedrich Karl Waechter für „Der rote Wolf“ den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch.

Volker Kriegel (1943-2003) ist als Musiker, Zeichner und Autor ein wahrer Tausendsassa. Der spätere Berufsmusiker und Pionier des Jazzrock veröffentlicht bereits in Schülerzeitungen erste Cartoons und ist regelmäßiger Beiträger im Literaturmagazin „Der Rabe“. 1982 erscheint mit „Der Rock'n'Roll-König“ sein erstes eigenes Buch. Es folgen weitere Kinderbücher, wie die Trilogie um Olaf, den Elch oder die Geschichte von „Erwin mit der Tröte“. Für sein zeichnerisches Schaffen erhält Volker Kriegel 1999 den Olaf-Gulbransson-Preis.

 

Auch werden Werke des 1968 geborenen Philip Waechters gezeigt. Noch während seines Studiums des Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration erscheint das von ihm gestaltete und von Frauke Nahrgang geschriebene Kinderbuch „Papa in Panik“. Weitere Kooperationen gibt es mit Autoren wie Kirsten Boie, Christine Nöstlinger oder Peter Härtling. Auf sein erstes eigenes Kinderbuch „Heimspiel“ folgen Werke wie „Sehr berühmt“ oder „Sonntage“, in denen der Sohn Friedrich Karl Waechters immer wieder eigene Erfahrungen und Erlebnisse einstreut.

 

Das Erbe von Wilhelm Busch lebt auch in den Zeichnungen des Saarlouiser Karikaturisten und Zeichners Rudolf Hesse (1871-1944) weiter. In der Ausstellung wird das Album „Bilderbuch für Kinder“ sowie das Kinderbuch „Fritz & Heinrich“ von Georg Friedemann mit Zeichnungen von Rudolf Hesse gezeigt.

 

Die Saarlouiser Ausstellung wird ergänzt durch Illustrationen der saarländischen Grafikerin Catrin Raber. Seit vielen Jahren ist sie als freischaffende Dipl. Grafik-Designerin und Illustratorin tätig. In der Ausstellung sind Originale aus ihrem Kinderbuch „Sinfonica Fantastica – ein Reise zu den Grillharmonikern“ zu sehen.

Die Ausstellung bietet spannende Abenteuergeschichten, ungewöhnliche und verrückte Helden ebenso wie den einfühlsamen Blick in die Kinderseele oder den fantasievollen Bruch mit Konventionen und romantisch-verklärten Vorstellungen einer heilen Kinderwelt.


Die weltbekannten bösen Buben von Wilhelm Busch treffen dabei auf das Gespenst von Canterville, auf eine kleine Katze, die nur knapp einem schrecklichen Schicksal entgeht oder auf das kleine Hasenmädchen Rosi, das sich mutig in eine Geisterbahn wagt.

Die Ausstellung „Da bin ich“ findet in Kooperation mit dem Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst statt.


 

Kontakt

  • Amt für Kultur
    Georg André
    stellv. Amtsleiter
    Theater am Ring - 5. Stock
    Kaiser-Friedrich-Ring 26
    66740
    Saarlouis
    Tel: 06831/6989-057
    E-Mail