Else Wachter geb. Jacob
Lebensdaten
Geboren: 25. November 1905 in Fraulautern
Gestorben: 27. November 1976 in Forbach/Moselle
Chronologie (Kurzer Lebenslauf)
Kindheit und Jugendzeit in Fraulautern
1925: Heirat mit Nikolaus Eduard Wachter, Umzug nach Saarlouis-Roden, arbeitet als Näherin bei ihrem Ehemann, der von Beruf Schneider war
1926 – 1932: Geburt von vier Kindern
1935: Umzug nach Dillingen
1935: Exil nach Frankreich (Lager Montauban und Poitiers), Nikolaus Wachter wurde interniert
1941: Else Wachter zwangs zurückgeschickt ins Saarland (wohnte bei ihrer Schwester in Dillingen/Saar), die Kinder kamen in ein Erziehungslager in Rheinböllen
1941 – 1943: regelmäßige Meldung bei der Gestapo am Schloßplatz in Saarbrücken (u.a. Beschimpfungen, Androhung der Internierung in einem KZ)
1943: gezwungene Scheidung von Nikolaus Wachter, danach konnten die Kinder wieder zu ihr zurückkehren
1943: Heirat mit Nikolaus Rudolf Nauert
1945: Nikolaus Wachter überlebte und kehrte in die Region zurück
1947: Scheidung von Nikolaus Rudolf Nauert
1949: Heiratet mit Nikolaus Wachter und Umzug nach Forbach
Ab 1959: Anträge auf Entschädigung z.B. Schaden im beruflichen Fortkommen sowie Schaden an der Freiheit durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde vom Landesentschädigungsamt jeweils abgelehnt
Ämter / politische, kulturelle, soziale Mandate
- Mitglied in der KPD
- 1932 – 1934: Mitglied im Saarlouiser Stadtrat, hier Mitglied in der Wohlfahrtskommission, in der Gesundheitskommission sowie in der Hospitalkommission
Besondere Leistungen / Werke
Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Autorin
Dr. Claudia Wiotte-Franz
Literatur
Hall of Fame – Auf den Spuren der Frauen, Die ersten Frauen in Parlamenten Bd. 2, Saarlouis 2022, S. 40-48

