Dr. Maria Kiefer

Lebensdaten 

 

Geboren: 15. Dezember 1892 in Illingen 

 
Gestorben: 16. August 1984 in Saarbrücken

 

 

 

Chronologie (Kurzer Lebenslauf)

 

 

Besuch der Volksschule in Illingen 

1906 – 1909: Besuch der Ursulinenschule in Saarbrücken 

1912: Reifeprüfung am Städtischen Reformrealgymnasium Aachen

1912 bis 1917 Studium in Heidelberg, Freiburg/Breisgau und in Bonn Mathematik, Physik, Chemie und Philosophie

1916: Promotion in Experimenteller Psychologie, Titel: „Experimentelle Untersuchungen über binaurales und monaurales Hören und ihre Bedeutung für die Auslegung des Weber-Fechner’schen Gesetzes“ in Bonn (von der Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn)

1917: erste Lehramtsprüfung in Bonn

1917 – 1919:  Referendariat an der Viktoria-Luisenschule Berlin-Wilmersdorf, am Lyzeum Wittenberg/Elbe und am 5. Lyzeum Berlin-Wilmersdorf, sowie 1918 Vertretung an der Königin Luisenschule in Charlottenburg

1919: zweites Staatsexamen in Wilmersdorf

Bis 1920 als Studienassessorin in Wilmersdorf 

1921 – 1947: als Studienrätin am Städtischen Oberlyzeum in Saarlouis 

1933/34:  Studium der Biologie am Zoologischen Institut in München, Sommer 1934 Teilnahme an einem sechswöchigen meeresbiologischen Kurs auf der Insel Helgoland 

1.11. 1939 bis 31.08.1940: durch den 2. Weltkrieg und der damit verbundenen Zwangsevakuierung des Saarlandes abgeordnet an die Prinz-Georg-Schule (Staatliche Oberschule für Jungen) in Düsseldorf 

1.09.1948: Schulleiterin des Mädchenrealgymnasiums in Merzig (heute Peter-Wust-Gymnasium Merzig). 

1949: Ernennung zur Oberstudiendirektorin 

1957: Pensionierung 

 

 

 

Ämter / politische, kulturelle, soziale Mandate

 

Bis 1935 Mitglied im Saarländischen Philologenverband Saarbrücken, im Saarländischen Philologinnenverband Saarbrücken (von der Gründung bis zur Auflösung), im Verband Kath. Philologinnen Berlin-Steglitz

1932/1933: Mitglied im Deutschen Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts 

1935– 1945: Mitglied im Nationalsozialistischen Lehrerbund

Von 1935 bis 1945 Mitglied: NSV, VDA, im Deutschen Frauenwerk, Reichskolonialbund, Reichsbund deutscher Familien und im DRK

 

 

 

Besondere Leistungen / Werke

  • Weigerung Mitglied in der NSDAP zu werden
  • Da Dr. Maria Kiefer nicht Mitglied in der NSDAP war, wurde sie im Zuge der Entnazifizierung im Jahr 1946/47 als politisch unbedenklich eingestuft 
  • Förderung der mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächer an Mädchenschulen 

 

 

 

Autorinnen

Dr. Sabina Hartnack und Dr. Claudia Wiotte-Franz

Literatur

Hall of Fame – Auf den Spuren der Frauen, Lebensgeschichten aus Saarlouis, Bd. 3, Saarlouis 2025, S. 44-45 und 51-53