Dr. Maria Caspar

Lebensdaten
Geboren: 04. Mai 1895 in Wiltingen an der Saar, Kreis Saarburg
Gestorben: 07. Oktober 1971 in Saarlouis
Chronologie (Kurzer Lebenslauf)
Besuch der Volksschule in Wiltingen und Klarenthal
1908 – 1914: Besuch des Oberlyzeums der Ursulinen in Saarbrücken
1914: Reifeprüfung
1915: Lehrbefähigung nach Besuch des pädagogischen Kursus in Saarbrücken sowie in Koblenz
1918: die realgymnasiale Ergänzungsprüfung am Städt. Realgymnasium Münster.
1915 – 1920: Studium der Fächer Deutsch, Englisch, Erdkunde und Kunstgeschichte in Münster, Bonn und Marburg
1923: Zweites Staatsexamen für das Lehramt an höheren Schulen für die Fächer Deutsch, Englisch und Erdkunde
1928: Promotion zum Thema „Disraelis Vivian Grey II als politischer Schlüsselroman“ an der Rheinischen-Wilhelms-Universität in Bonn (die mündliche Prüfung 1925)
1923/24: Referendariat an der Auguste Viktoria Schule in Saarbrücken
1924/25: Landesstudienanstalt in Ottweiler
1925: als Studienassessorin am Städtischen Lyzeum Saarlouis
1928: Ernennung zur Studienrätin
1.9. 1939 bis 31.08.1940: durch den 2. Weltkrieg und der damit verbundenen Zwangsevakuierung des Saarlandes abgeordnet die Staatlich anerkannte private Oberschule für Jungen in Seehausen an der Altmark und an das Staatl. Henneberg-Gymnasium in Schleusingen/Thüringen
Seit 1940: Städtischen Oberschule für Mädchen Saarlouis (seit 1949 Staatliches Mädchenrealgymnasium Saarlouis)
1952: Ernennung zur Oberstudienrätin
1956: Pensionierung
Ämter / politische, kulturelle, soziale Mandate
Bis 1934: Mitglied der Zentrumspartei
Bis 1935 Mitglied im Saarländischen Philologenverband Saarbrücken, im Saarländischen Philologinnenverband Saarbrücken (von der Gründung bis zur Auflösung), im Verband Kath. Philologinnen Berlin-Steglitz
1935– 1945: Mitglied im Nationalsozialistischen Lehrerbund
Von 1935 bis 1945 Mitglied: NSV, VDA, im Deutschen Frauenwerk, Reichskolonialbund, Reichsbund deutscher Familien und im DRK
Besondere Leistungen / Werke
- Weigerung Mitglied in der NSDAP zu werden.
- Da Dr. Maria Caspar nicht Mitglied in der NSDAP war, wurde sie im Zuge der Entnazifizierung im Jahr 1946/47 als politisch unbedenklich eingestuft.
- „eine geistig hochbegabte und in der pädagogischen Arbeit ungemein sympathische Frau“
Autorinnen
Dr. Sabina Hartnack und Dr. Claudia Wiotte-Franz
Literatur
Hall of Fame – Auf den Spuren der Frauen, Lebensgeschichten aus Saarlouis Bd. 3, Saarlouis 2025, S. 44-47

