Dr. Helene Hilger

Lebensdaten

 

Geboren: 04. September 1889 in Obersalbach (heute Ortsteil von Heusweiler) 


Gestorben: 02. September 1972 in Saarbrücken 

 

 

 

Chronologie (Kurzer Lebenslauf) 

 

Besuch der Volksschule in Luisenthal und in Fitten

1901 - 1906 Höhere Mädchenschule in Merzig und in Saarlouis

1907/1908: zur Erlernung der französischen Sprache 1 ½ Jahre in Brüssel

1910: Besuch des Städtischen Oberlyzeums in Saarbrücken

12.02.1913 die Reifeprüfung fürs Oberlyzeums 

1914: Lehramtsprüfung für Lyzeen 

1915 bis 1920: Studium der Philologie, Französisch und Geografie in Münster, München, Berlin und Bonn. 

1919 Promotion zum Thema: „Die Bezeichnung der Waldbäume im Gallo-Romanischen“ 

1920:
wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an höhere Schulen in Bonn

1921: Prüfung zum Zweiten Staatsexamen für Lehramt an höheren Schulen in Saarbrücken, Referendariatszeit am Städtischen Mädchen-Lyzeum in Saarbrücken 

1921:  Studienassessorin

1921 – 1947: als Studienrätin am Städtischen Lyzeum (ab 1928 Städtisches Oberlyzeum) in Saarlouis 

1.9. 1939 bis 31.08.1940:  durch den 2. Weltkrieg und der damit verbundenen Zwangsevakuierung des Saarlandes abgeordnet an der Viktoria Schule in Frankfurt am Main 

01.04.1947:
zunächst kommissarisch und ab 1.9.1948 endgültig als Rektorin des Städtischen Mädchenrealgymnasiums Saarbrücken (heute Staatliches Gymnasium am Rotenbühl, Saarbrücken) tätig, Ernennung zur Oberstudiendirektorin 

1954: Pensionierung

 

 

 

Ämter / politische, kulturelle, soziale Mandate 

  • Bis 1935 Mitglied im Saarländischen Philologenverband Saarbrücken, im Verband Kath. Philologinnen Berlin-Steglitz
  • 1. Juni 1934 – 1945: Mitglied im Nationalsozialistischen Lehrerbund
  • Von 1935 bis 1945 Mitglied: NSV, VDA, im Deutschen Frauenwerk, Reichskolonialbund, Reichsbund deutscher Familien und im DRK
  • 1941: Verleihung des Silbernen Treuedienst-Ehrenzeichens für 25 Jahre treue Dienste (verliehen vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler)
  • Seit 1950er Jahre Mitglied der CVP (Christliche Volkspartei) 
  • 13. Mai 1956: Wahl in den Saarbrücker Stadtrat als eine von drei Frauen 

 

 

Besondere Leistungen / Werke 

  • Weigerung Mitglied in der NSDAP zu werden.
  • da Dr. Helene Hilger nicht Mitglied in der NSDAP war, wurde sie im Zuge der Entnazifizierung im Jahr 1946/47 als politisch unbedenklich eingestuft
  • Tolerante Pädagogin 

 

 

 

Autorinnen

Dr. Sabina Hartnack und Dr. Claudia Wiotte-Franz

Literatur

Hall of Fame – Auf den Spuren der Frauen, Lebensgeschichten aus Saarlouis, Bd. 3, Saarlouis 2025, S. 44-45 und 48-50