Anna (Katharina) Berger geb. Eisenbarth
Lebensdaten
Geboren: 7. August 1888 in Rehlingen (Saar)
Gestorben: 22. September 1942 in Quierschied
Chronologie (Kurzer Lebenslauf)
Kindheit und Jugendzeit in Rehlingen
Heirat mit Peter Berger in Rehlingen, anschließend Umzug nach Metz
1905-1919: wohnhaft in Metz, dort kamen drei der vier Kinder zur Welt
1919: Umzug nach Saarlouis, Peter Berger ist als orthopädischer Schuhmachermeister tätig
1922: Geburt des vierten Kindes in Saarlouis
1926 – 1932: Geburt von vier Kindern
1935: Exil nach Frankreich
Ende 1935: Rückkehr nach Saarlouis (die Familie lehnte den Weg ins Exil in die Sowjetunion ab)
1939: mehrfache Anklagen, Verleumdungen und Verhaftungen gegen Anna Berger (Haftstrafen in Saarlouis und in Saarbrücken), u.a. 10tägige Haft
1940: Besuch bei der Tochter Adele in Bremen
1940: Rückkehr nach Saarlouis
1941: Einlieferung von Peter Berger in die „Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster“, durch das mutige Auftreten von Anna Berger wurde er nach 14 Tage wieder entlassen
1941: die Familie erhielt die Nachricht, dass der Sohn Nikolaus im KZ Mauthausen ermordet worden war
1942: Erkrankung von Anna Berger, zunächst Städtisches Krankenhaus Saarlouis, nach Bombardierung des Krankenhauses Verlegung ins Knappschaftskrankenhaus Quierschied
Ämter / politische, kulturelle, soziale Mandate
- Mitglied in der KPD
- Geschäftsstelle der KPD befand sich im Wohnhaus der Familie Berger
- 1932 – 1935: Mitglied im Saarlouiser Kreistag
Besondere Leistungen / Werke
- Musikalisch
- Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Autorin
Dr. Claudia Wiotte-Franz
Literatur
Hall of Fame – Auf den Spuren der Frauen, Die ersten Frauen in Parlamenten Bd. 2, Saarlouis 2022, S. 49-54

