Lisa Stromszky-Stockhausen - geb. Reisinger ( 1921 - 1999 )

Lisa Stromszky-Stockhausen (1921 – 1999). Bild: Hans Wetzelsdorfer

Lebensdaten

 

Geboren:       1. Januar 1921 in Deutsch-Jahndorf im Burgenland/Österreich.

 

Gestorben:    05. April 1999 in Saarlouis

 

Eltern:             Georg Reisinger, Diplomkaufmann, Helene geb.  Stromszky, Malerin ein Bruder

 

 

Chronologie

 

1939   Abitur in Wien

            Schuldienst während des Krieges

 

1945  Flucht nach Deutschland mit den Eltern

 

1945  Eheschließung mit Dr. Wilhelm Stockhausen, Dermatologe,

           ein Sohn, eine Tochter

 

Beruf: Aufbau und Mitarbeit als Arztsekretärin in der Praxis ihres Mannes. Schriftstellerin

 

 

Lebenslauf:

Sie wuchs mehrsprachig in einem künstlerischen Elternhaus auf, ihre Mutter war Malerin, der Vater Diplomkaufmann.. 1939 legte sie in Wien ihr Abitur ab. Nachdem sie als Lehrerin gearbeitet hatte floh sie 1945 nach Bayern.

 

Sie heiratete Dr. Wilhelm Stockhausen, zwei Kinder wurden geboren. Mit ihrem Mann baute sie eine dermatologische Praxis in Saarlouis auf, in der sie bis zum gemeinsamen Ruhestand mitarbeitete.

 

 

Ihr Werk als Schriftstellerin:

Ihr Künstlername war Lisa Stromszky, der Nachname ihrer Großmutter, da sie nicht mit der Schriftstellerin Juliane Stockhausen verwechselt werden wollte.

 

Nach den dramatischen Erfahrungen des 2. Weltkrieges reifte in ihr die Überzeugung, dass nur ein geeintes Europa eine abermalige Kriegskatastrophe verhindern kann. Sie war eine überzeugte Europäerin.

 

Im Zentrum ihres Lebens und Werkes stand die Philosophie eines christlichen Humanismus und der Gedanke der Völkerverständigung. Sie war fasziniert von der deutsch-französischen Aussöhnung und Annäherung und beschäftigte sich mit der Kulturgeschichte Lothringens, u.a. mit Elisabeth von Lothringen, Gräfin von Saarbrücken, über deren Leben und Wirken sie einen Festvortrag in Püttlingen halten durfte.

 

Ein zweiter Wohnsitz im grenznahen Lothringen brachte ihr direkter Kontakt und Anregungen zur französischen Nachbarschaft. Ihre zweite und dritte Heimat war Deutschland und Frankreich, deren Sprache sie perfekt beherrschte.

 

Erst spät ging sie mit Ihren Werken an die Öffentlichkeit. Es entstanden 10 Lyrikbände, 12 Prosa bis zum historischen Roman, ein Bühnenstück und ein Hörspiel. Eine besondere Arbeit war die literarische Deutung, der Kirchenfenster im „Kloster Heilig Kreuz“ in Püttlingen, geschaffen von einem ungarischen Emigranten, György Lehoczky.

 

 

Kulturelle Ämter:

Lisa Stromszky war ehrenamtlich in verschiedenen Funktonen für den Freien Deutschen Autoverband (FDA) tätig, als langjährige Vorsitzende des Landesverbands Saarland hat sie diesen maßgeblich mitgeprägt.

 

Es gelang ihr, Referenten von namhaften europäischen Universitäten zu den Europatagen in Saarbrücken zu verpflichten.

 

Nach ihrer Ansicht musste das europäische Zusammenwachsen auf der kulturellen Schiene stattfinden, auf dem Bestreben das Verständnis der Völker, Sprachen und Traditionen zu fördern. Hieraus schöpfte Lisa Stromszky ihre Motivation für ihre Arbeit.

 

 

Auszeichnungen:

1985 erhielt sie in ihrer Geburtsstadt den Burgenländischen Kulturpreis. Ihre Werke erschienen in Deutschland und Österreich.

 

1999 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz, das sie nicht mehr entgegen nehmen konnte. Sie starb am 5. April 1999.

 

2020: Lisa Stromszky-Stockhausen-Platz in der Bibelstraße in Saarlouis (Beschluss des Stadtrates vom 10. Dezember 2020)

 

 

 

Autor

Renate Weper

Quellen

Biografie Lisa Strmoszky, Saarbrücker Zeitung: Zum Tod Lisa Stromszky (Kultur und Soziales) Der Literat 5/1989, Stefan Milletich: Der Tod von Lisa Stromszky (Alles im Internet)

http://www.saarland-biografien.de/frontend/php/ergebnis_detail.php?id=1362